Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl, eine Dia-Sammlung zu digitalisieren:

  • Digitalisierung bei einem kommerziellen Anbieter
    Die Dias werden verpackt, zu einem Anbieter geschickt. Dieser digitalisiert und schickt anschließend die Dias und die Digitalfotos auf einem Datenträger (Festplatte, DVD, ...) zurück. Der Aufwand ist relativ gering und beschränkt sich auf die Auswahl des Angebots, das Verpacken und Versenden der Dias. Bei 10 000 Dias betragen die Kosten (Mengenrabatt => 0,08€/Dia Stand 2016) etwa 800 €. Dazu kommen Porto und Verpackung. Der Einfluss auf die Digitalisierung ist gering. Was genau macht der Anbieter?
     
  • Digitalisierung mit einem Diascanner
    Durchlichtscanner erlauben das Scannen von mehreren Dias auf einen Schlag, sind aber in Qualität, Dynamik und Auflösung nicht konkurrenzfähig.
    Filmscanner digitalisieren einzelne Dias in hervorragender Qualität, können oft aber nur mit wenigen Dias bestückt werden. Dafür verwenden sie einen Infrarotkanal, um Staub und Kratzer zu erkennen und mit geeigneter Software automatisch zu korrigieren.
    Magazinscanner verarbeiten automatische ganze Magazine und korrigieren ebenalls mit einem Infrarotkanal.
    Eine schöne Übersicht über Diascanner enthält: http://www.filmscanner.info/ (Stand:03.10.18)
  • Abfotografieren der Dias
    Damit ist nicht das Abfotografieren von projezierten Dias gemeint, sondern das Abfotografieren der Dias selbst. Diaduplikatoren sind Vorsätze, die an eine Kamera geschraubt werden. Dias werden einzeln eingeführt, von hinten beleuchtet und von der Kamera abfotografiert. Die Qualität wird hauptsächlich von der verwendeten Kamera bestimmt.
    Ein Umbau von Diaprojekoren (Beleuchtung, Ausbau des Objektivs) erlaubt mit Makroobjektiven ebenfalls das Abfotografieren der Dias. Der Projekor transportiert die Dias im Magazin und ermöglicht damit ein zügiges Abfotografieren von größeren Diabeständen. 

Ich habe mich für die letzte Möglichkeit entschieden: Das Abfotografieren im Diaprojektor. Damit sollten auch größere Bestände (10000 Dias) mit akzeptablem Aufwand (automatischer Transport ganzer Magazine) und Qualität (abhängig von der Kamera und Optik) möglich sein.
Für das Projekt habe ich mir eine spiegellose Digitalkamera mit Makroobjektiv angeschafft. Diese Investition ist für mich sinnvoller als der Kauf eines Diascanners, da ich bisher nur eine einfache Kompaktkamera hatte und ein Scanner auf scannen beschränkt ist. Mit der Kamera kann ich auch normal fotografieren.