Dias digitalisieren - ein Erfahrungsbericht

 

Die Aufgabe

In Summe sollen etwa 12 000 Dias mit einem vernünftigen Aufwand/Leistungsverhältnis digitalisiert werden. Die Dias stammen aus den frühen 1960ern bis etwa Ende der 2000er. Der Schwerpunkt liegt in den 1980ern bis 1990ern. Die Magazine sind grob sortiert, die Hälfte davon ist sogar recht gut beschriftet (jedes einzelne Dia mit Datum und Ort).

Die Dias stammen von verschiedenen Fotografen (mein Vater und ich) und es wurde mit verschiedenen Kameras fotografiert: Voigländer, Canon AE1 Programm, Leica R4, Nikon F601, Rollei Prego Zoom, und sogar Dias von einer Ritsch-Ratsch-Klick (Agfamatik 4000) sind dabei. Die Filmmarken sind bunt gestreut, Kodakchrome, Ekachrome, Agfa, vereinzelt auch Fuji, und bestimmt viel unbekanntes. Ebenso bunt gestreut ist die Rahmung: Papprähmchen, Hama DSR, Klapprähmchen, verklebte Kunststoffrahmen und sogar Alu-Rähmchen, etc. Glücklicherweise nur ganz wenige vereinzelte hinter Glas (mittlerweile extrem rotstichig). Und einige Dias in schwarzweiß sind dabei.

 

Die Anforderung

Die Digitalisierung soll mit einem vernünftigen Aufwand/Leistungsverhältnis erfolgen. Aufwand sind im wesentlichen Kosten und Zeit. Die Kosten sollen nicht zu hoch sein, oder zumindest sollte die Investition dann auch noch sonstwie genutzt werden können (also keine reine Dienstleistung fürs Digitalisieren, sondern beispielsweise die Anschaffung eines Makroobjektivs für das Abfotografieren). Ebenso sollte der Zeitaufwand überschaubar sein. Das ist allerdings weniger wichtig: es gibt keinen Endtermin, d.h. es muss nicht alles im nächsten Monat fertig sein. Und wenn das Tüfteln und Digitalisieren Spaß macht, dann betrachte ich es fast schon als Hobby und nicht als "verlorene" Zeit.

Das Ergebnis sollen hochwertige digitale Bilder sein, denn die Dias werden kein zweites Mal digitalisiert werden. Gewünscht ist deutlich mehr als Fernsehqualität in HD (die flächendeckende Einführung von 4K Bildschirmen sollte schon berücksichtigt sein). Aber das Maximum, was ein Dia kann, muss nicht unbedingt herauskommen, denn Din A3 Ausdrucke sind nicht geplant, und die Dias haben keine Profiqualität, d.h. die Möglichkeiten des Dias wurden selbst nicht vollständig ausgenutzt, weder in der Aufnahme noch in der Projektion.

 

Die Randbedingung

Ich verwende OpenSource Software und Linux. Soweit wie möglich sollte das auch für das Digitalisierungsprojekt gelten.

Und warum noch diesen Blog? Es gibt doch schon einige sehr gute Seiten über das Thema Dia Digitalisierung, und die meisten Diabesitzer haben das Thema wohl schon abgeschlossen und die Dias digitalisiert. Nun, momentan wird mein Diaprojektor repariert/gewartet, d.h. das Projekt ruht momentan. Das ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, einmal Bilanz zu ziehen und die bisherigen Ergebnisse zusammenzufassen. Und einen Blog wollte ich immer schon einmal ausprobieren.

 

 

Wie kommt man dazu 10000 Dias digitalisieren zu wollen? Nun, weil